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Generation Y und Z – kleine aber feine Unterschiede

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Generation Y und Z – kleine aber feine Unterschiede

Viele ältere Menschen scheren die Generation Y und Z über einen Kamm, bezeichnen sie lediglich als „junge Menschen“, die zu viel vor ihren Smartphones hängen, und beschäftigen sich selten mit den kleinen aber feinen Unterschieden. Insbesondere fehlt oftmals das Verständnis für das Verhalten und die Einstellung der jungen Generation, welches natürlich viel mehr ist als blinder Medienkonsum und das „Always-on“ im Internet.

Gerade Unternehmen sehen sich durch dieses Unverständnis vor große Herausforderungen gestellt. Bereits mit der Generation Y (auch Millenials genannt) war es für viele schwer den richtigen Ton in Ansprache und Attraktivität zu treffen. Mit den Gen Zers tut sich nun ein teilweise noch größerer Graben auf.

Mit der Generation Y, die in den letzten Jahren auf den Arbeitsmarkt strömte, sahen sich Arbeitgeber zum ersten Mal mit den neuartigen und besonders hohen Ansprüchen ihrer jungen Angestellten konfrontiert. Der Wunsch nach Sinnhaftigkeit und Abwechslung im Berufsleben wird großgeschrieben. Selbstverwirklichung im Arbeitsumfeld ist von großer Bedeutung und führt dazu, dass sich Millenials oftmals auch über den 8-Stunden Tag hinaus mit Projekten beschäftigen. Arbeit und Privatleben werden nicht mehr streng voneinander getrennt, sondern ergänzen sich und verschmelzen zunehmend. Für die Generation Y ist Arbeit kein Selbstzweck, sondern muss dem Anspruch gerecht werden, etwas bewegen zu können. Der Begriff Work-Life-Balance wurde mit dieser Generation mehr und mehr in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen.

Zwar überschneiden sich teilweise die Werte und Erwartungen der beiden Generationen im Hinblick auf das Berufsleben, jedoch gibt es einige deutliche Unterschiede bei der Gen Z, die für die zukünftigen Arbeitgeber von großer Bedeutung sind. Das Thema Nachhaltigkeit spielt nicht zuletzt seit der Fridays For Future Bewegung auch bei der Jobsuche eine große Rolle. Viele jungen Menschen erwarten, dass ihr Arbeitgeber ökologische und soziale Verantwortung übernimmt. Dabei steht Authentizität an erster Stelle. Ein Unternehmen sollte also einhalten was es verspricht, getreu dem Motto: „Practice what you preach!“. Und was das Anwerben von neuen Mitarbeitern betrifft, sollten Unternehmen weniger von Produkten und Leistungen sprechen, sondern mehr von sich und ihren Mitarbeitern und Werten.

Auch hat die Generation Z hat aus den Erfahrungen ihrer Vorgängergeneration gelernt. Die gewünschte Work-Life-Balance der Millenials hat nicht immer gefruchtet und die oftmals angestrebte Verschmelzung von Arbeits- und Privatleben führte bei vielen zu einem hohen Stresslevel, im schlimmsten Fall gefolgt von Burn-Out. Daher beginnen die Gen Zens wieder mehr zwischen ihrem Privatleben und der Arbeit zu differenzieren. Sie wünschen sich mehr Abgrenzung und suchen Selbstverwirklichung nicht mehr nur am Arbeitsplatz, sondern vor allem in der Freizeit und in sozialen Kontakten. Aus dieser Art der Selbstverwirklichung heraus steigt auch die Tendenz zu mehr Selbstständigkeit ohne festen Arbeitgeber. Der Wunsch nach freier Entfaltung ist groß, führt gleichzeitig aber auch zu einer unsicheren Zukunft und Ratlosigkeit. Die Generation Z ist sich dabei meist bewusst, zwar nicht denselben Wohlstand wie ihre Eltern zu erlangen, sich dafür aber ungebremst in diverse Richtungen entfalten zu können und auszuprobieren, welcher Weg der Richtige für sie ist.

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