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Corporate Culture

Ist Geld im Recruiting nur noch der Hygienefaktor? – Kulturstammtisch, die Zweite!

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Ist Geld im Recruiting nur noch der Hygienefaktor?

Kulturstammtisch, die Zweite!

Wir haben zum zweiten Mal ins Corvatsch eingeladen, um über Unternehmenskultur und die digitale Transformation zu sprechen. Denn wir wollen hören, wie es euch da draußen geht, euch mit dem ein oder anderen Ratschlag zur Seite stehen und im Austausch mit euch gemeinsam wachsen. Genauso wie wir es von jedem transformationsfähigen Unternehmen da draußen erwarten. Und was haben unsere Gäste bekommen: Unseren Input, unsere Insights und Erfahrungen in der Transformation großer und mittelständischer Unternehmen und zum Abschluss natürlich Wein, Bier und Paninis!

Muss der Schmerz erst groß genug sein?

Eine zentrale Frage in der Diskussion war, warum Unternehmen häufig erst dann handeln, wenn es brennt. Um auf die Veränderungen von außen, durch die digitale Transformation reagieren zu können, müssen Unternehmen heute transformationsfähig sein. Das heißt, sie müssen Abstand nehmen von dem Gedanken, dass eine Person oder ein ausgewählter Personenkreis, alles weiß und im Blick hat. Sondern dass mit kollektiver Klugheit und dem Wissen aller Mitarbeiter Ideen angepackt und umgesetzt werden. Das funktioniert aber nur, wenn die Strukturen, Prozesse und die Kommunikation im Unternehmen angepasst werden und den fruchtbaren Boden für diese Art von Zusammenarbeit bilden. Die Entwicklung hin zur Transformation sollte also kommen, bevor es weh tut. Doch die Realität sieht leider anders aus. Bei vielen muss der Schuh erst so sehr drücken, dass sie keinen anderen Ausweg finden. Aber lasst es euch gesagt sein: Wir alle müssen anerkennen, dass die Zeiten agile Unternehmensstrukturen verlangen – im Idealfall.

Von “alles wissen” zu alles “lernen wollen”

Ein anderer wichtiger Aspekt war die Diskussion um das Anziehen neuer Talente, das Recruiting selbst und die neuen Anforderungen an HR. Digital Natives sind anders aufgewachsen, wissen um die Vorteile des flexiblen Arbeitens und gehören zur Generation, die wissbegierig und offen ist, Neues zu lernen. Früher, und wir sagen bewusst früher, war Wissen Macht und so wurde es auch eingesetzt. Wer oben saß, wusste die Lösung, hatte den Plan. Klugheit hat aber nichts mit der Stellung oder dem Alter zu tun, das wissen wir heute. Jung wie alt kann wertvolles Wissen liefern, welches das Unternehmen nach vorne bringt. Diese „Macht“ sollte demokratisch verteilt werden. Das gilt es anzuerkennen und zu leben, denn das ist es, was Talente da draußen wollen: Etwas bewegen, dazulernen und einen wichtigen Beitrag leisten. Ein „Purpose“ ist heutzutage häufig die größere Motivation, die Bezahlung wird dabei zum Hygienefaktor und/oder zur Grundvoraussetzung. Entweder weil man so hoch qualifiziert ist, dass man zur Not beim nächsten Arbeitgeber anklopft und das geforderte Gehalt bekommt oder weil man so sehr für seine Sache brennt, das Geld zur Nebensächlichkeit wird.

Wir danken allen Gästen, die dabei waren für ihre Perspektiven und eine fruchtbare Diskussion, die uns und hoffentlich auch euch weitergebracht hat. Danke auch an Marco von Murakamy für seine Insights. Wann und wo das nächste Event stattfindet, erfährt ihr in Kürze!

Wir freuen uns aufs nächste Mal! Die Ziberts.

By Sandrine

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