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Inspiration

Remote Office. Ein unverfälschter Blick hinter die Kulissen. 

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Remote Office. Ein unverfälschter Blick hinter die Kulissen. 

Ihr glaubt, eure KollegInnen machen nur Quatsch im Homeoffice? Es fällt euch selbst schwer konsequent zu sein und euch nicht ablenken zu lassen? Dieses schlechte Gewissen, wenn man keine 8 Stunden gearbeitet hat?

Ja, das kenne ich alles…

Ein/e MitbewohnerIn oder FreundIn kommt vorbei und überredet dich zu einem kurzen Snack in der Sonne. 3 Stunden später suchst du dann vergeblich nach der Muse dich wieder vor den Laptop zu setzen. Nach dem Aufstehen nimmst du dir ganz fest vor sofort loszulegen. Dann siehst du allerdings diese hässlichen Schlieren auf dem Fenster. Die sonst so verhasste Hausarbeit wird auf einmal zur perfekten Ablenkung um sich nicht vor den Bildschirm setzen zu müssen. Zuerst muss alles glänzen und funkeln. Oder du entspannst am Nachmittag kurz bei nur einer Folge der geliebten Serie. Und wenn du das nächste Mal vom Bildschirm aufschaust, ist die Sonne bereits untergegangen. Oder nur ein kurzer Blick auf Instagram, um nachzusehen was in der Welt da draußen so los ist – du musst ja schließlich „für den Job“ up-to-date sein… Ups, schon ist der halbe Vormittag rum.

Ich könnte noch seitenlang mit der Aufzählung perfekter Ablenkungen im Homeoffice weitermachen. Aber hey, eins vorweg genommen: du kannst das wirklich in den Griff bekommen!  Wie? Fragst du dich? Durch Routinen, Strukturen und digitale Tools!  Ein Remote Office funktioniert selten von jetzt auf gleich. Es braucht ein wenig Geduld und ein wenig Zeit, um sich einzugrooven.

Schritt 1: Führe persönliche Routinen ein!

Wie fängt dein Tag an? Wo willst du sitzen? Wechselst du vielleicht sogar mal zwischendurch den Platz? Überlege dir, welche Routinen dir gut tun und plane diese bewusst ein.  Hier ein paar Fragen, die du dir stellen solltest:

+ Wann starten? Überlege dir, wann du den Arbeitstag startest und nehme dir davor genügend Zeit dich einzurichten.

+ Platzwahl: Bist du ein Springer oder „Hockenbleiber“? Sitzt du gerne auf dem Boden, auf der Couch oder am Schreibtisch? Probiere es aus!

+ Lass dich nicht gehen! Richte dich her und gehe einmal um’s Haus, bevor du mit der Arbeit startest.

+ Mache dir einen Tagesplan: Überlege morgens welche Ziele du dir für den Tag steckst. Plane aktiv Pausen zum Essen und Durchschnaufen ein.

+ Sag NEIN! Zwinge dich dazu NEIN zu sagen. Nein zu Ablenkungen, egal ob sie von dir kommen oder jemand anderem.

Durchziehen ist die oberste Devise. Auch wenn es „nur“ 6 Stunden am Tag sind. Du wirst sehen wie viel du in 6 Stunden Homeoffice schaffst im Vergleich zu einem normalen Tag im Büro mit vielen anderen Menschen und Ablenkungen um dich herum.

Und wenn du es nicht durchziehst und dich doch ablenken lässt, gerade zu Beginn, dann hör auf wütend zu werden und mache es am nächsten Tag besser. Das Gefühl, das aufkommt, wenn du einen effizienten Homeoffice Tag hast, ist großartig.

Schritt 2 & 3: Neue Umstände benötigen neue Strukturen und digitale Tools!

Sowohl Strukturen von Führungskräften, als auch Strukturen in Teams und Projekten müssen angepackt werden. Wenn alle MitarbeiterInnen an einem anderen Ort sitzen, entfällt der kurze Plausch an der Kaffeemaschine und die schnelle Frage zu Projektaufgaben über den Tisch ist auch nicht mehr möglich. Kontrolle und Überblick können schnell verloren gehen. All diese Themen, die durch das Miteinander an einem Ort reibungslos in unser Verhalten übergegangen sind, brauchen einen Ersatz.

Eine neue Art von Absprachen, Timings und Ritualen, welche die Gemeinschaft fördern: z.B. Daily Stand-Ups über Videokonferenzen, das morgendliche und abendliche Servus über den Instant-Messaging-Dienst, regelmäßige Einblicke in aktuelle Geschehnisse durch Führungskräfte, Überblicke zu Projektaufgaben in digitalen Projektmanagement-Tools usw.
Es gibt hier unzählige Möglichkeiten und zu Beginn ist allein die unendliche Auswahl überfordernd. Holt euch hier Hilfe. Es gibt da draußen genügend Experten, die ziemlich genau sagen können, welche Tools und Strukturen euch helfen.

Und wenn das dann alles aufgesetzt ist und jeder sich ein wenig in die Situation eingearbeitet hat, fehlt nur noch das kleine Highlight hier und da: ein gemeinsames Bierchen dienstagabends vor dem Bildschirm oder wöchentlich ein persönlicher Inspirationstalk eines/r KollegIn über eine Videokonferenz.

All das fühlt sich am Anfang komisch an. Sobald die erste Unsicherheit verschwunden ist, klappt es gut, ist sogar sehr amüsant und das Gemeinschaftsgefühl kommt auf.

Und hey, jetzt ist die Zeit, um das Remote Office und die Vorteile – die Entschleunigung, die Offenheit, die neue Art des Vertrauens, etc. – besser kennenzulernen.

Stay home & safe,

Eure Ziberts!

 

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